Aktenvernichter P4: 8 Modelle der Sicherheitsstufe 4 im Vergleich
Acht Geräte mit dem verbreiteten Standard für Kontoauszüge, Rechnungen und Gehaltsabrechnungen – verglichen nach Partikelmaß, Leistung und Folgekosten.

Schnittart Kreuzschnitt
Erfahren Sie, wie fein Kreuzschnitt-Geräte wirklich schneiden, und wählen Sie das Modell nach Partikelgröße und Alltagstauglichkeit.
Redaktion Aktenvernichter-Vergleich·Aktualisiert am ·So vergleichen wir
Kurz beantwortet
Kreuzschnitt und Partikelschnitt bezeichnen dasselbe Schnittbild: Das Papier wird längs und quer in kleine Rechtecke zerlegt. Meist erfüllen solche Geräte Sicherheitsstufe P-4 mit höchstens 160 mm² je Partikel. In unserer Modelltabelle entstehen daraus je nach Gerät rund 390 bis 1.560 Teile pro A4-Blatt.
Ein Aktenvernichter mit Kreuzschnitt zerlegt Papier längs und quer in kleine Rechtecke, statt es nur in lange Streifen zu schneiden. Im Handel heißt dasselbe Schnittbild auch Partikelschnitt oder englisch Cross Cut. Meist steckt dahinter die Sicherheitsstufe P-4 nach DIN 66399: Kein Partikel ist größer als 160 mm², und kein Streifen ist breiter als 6 mm.
Entscheidend ist nicht der Name, sondern das Maß. Zwei Geräte derselben Stufe können aus einem A4-Blatt rund 410 oder rund 1.300 Teile machen. Diese Seite vergleicht acht Kreuzschnitt-Modelle nach Datenblatt, mit Partikelgröße, Fläche und berechneter Teilezahl je Blatt. So entscheiden Sie nach Zahlen und nicht nach dem Aufdruck auf der Verpackung.
| Modell | Stufe | Schnitt | Blatt | Behälter | Laufzeit | Lautstärke | Extras | Punkte | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Wolverine SD9113 | P-4 | Partikelschnitt 4 x 35 mm | 18 | 21 l | 60 min | 54 dB | Karten, CD, Klammern | 8,2 | Ansehen* |
VidaTeco Kreuzschnitt 25 Blatt P4 | P-4 | Partikelschnitt 4 x 38 mm | 25 | 30 l | 40 min | 58 dB | Karten, CD | 8,0 | Ansehen* |
VidaTeco Kreuzschnitt 15 Blatt P4 | P-4 | Partikelschnitt 4 x 38 mm | 15 | 20 l | 60 min | 58 dB | Karten, CD, Klammern | 8,0 | Ansehen* |
Leitz IQ Home Office P4 | P-4 | Partikelschnitt 4 x 28 mm | 10 | 23 l | 6 min | 58 dB | Klammern | 7,4 | Ansehen* |
Dahle PaperSAFE PS 240 | P-4 | Partikelschnitt 4 x 12 mm | 10 | 25 l | 25 min | 61 dB | Karten, CD, Klammern | 7,4 | Ansehen* |
Fellowes Powershred FS-12C | P-4 | Partikelschnitt 4 x 34 mm | 12 | 19 l | 20 min | k. A. | Karten, Klammern | 7,0 | Ansehen* |
Dahle PaperSAFE PS 140 | P-4 | Partikelschnitt 5 x 18 mm | 10 | 12 l | 20 min | 65 dB | Karten, Klammern | 6,9 | Ansehen* |
Bonsaii C261-C | P-4 | Partikelschnitt 5 x 14 mm | 8 | 16 l | 4 min | k. A. | Karten, Klammern | 6,3 | Ansehen* |
Nein, Kreuzschnitt und Partikelschnitt bezeichnen dasselbe Schnittbild. Zwei gegenläufige Messerwalzen schneiden das Papier in Längsrichtung, ein zweiter Schnitt trennt die Streifen quer. Heraus kommen kleine Rechtecke, die wie Konfetti im Behälter landen. Die Norm spricht von Partikeln, Händler und Hersteller bevorzugen oft das anschaulichere Wort Kreuzschnitt. Im Glossar finden Sie beide Begriffe: Kreuzschnitt und Partikelschnitt.
Wichtiger ist die Frage, welche Stufe sich hinter der Bezeichnung verbirgt. In unserer Modelldatenbank mit 58 Geräten tragen 40 die Schnittart Partikelschnitt. Von den 37 Partikelschnitt-Geräten mit bekannter Stufe erfüllen 32 die Stufe P-4, drei die Stufe P-5, eines P-3 und eines P-7. Kreuzschnitt heißt also nicht automatisch P-4. Das Beispiel Rexel Momentum X308 zeigt es: Partikel von 5 × 42 mm (210 mm²) bleiben unter der P-3-Grenze von 320 mm², überschreiten aber die P-4-Grenze von 160 mm².
Umgekehrt ist auch „Mikroschnitt“ kein Normbegriff. Vier Geräte in unserer Datenbank werben mit Mikroschnitt und erfüllen dennoch nur P-4, nämlich VidaTeco Mikroschnitt 18 Blatt, Bonsaii C266-B, Fellowes AutoMax 90M und Fellowes Powershred 6M. Drei Geräte mit der Bezeichnung Partikelschnitt erreichen dagegen P-5: Dahle DeskSide 504P, HSM shredstar X6pro und IDEAL Shredcat 8200. Verlassen Sie sich deshalb nie auf das Wort, sondern auf Stufe und Maße im Datenblatt.
Je kleiner die Fläche eines Partikels, desto mehr Teile entstehen aus einem Blatt. Die Rechnung ist einfach: Ein A4-Blatt misst 210 × 297 mm, das sind 62.370 mm². Teilen Sie diese Fläche durch die Partikelfläche, erhalten Sie die Teilezahl. Bei 4 × 12 mm sind es 62.370 ÷ 48 und damit rund 1.300 Partikel. Die folgende Tabelle zeigt alle acht Modelle dieser Seite, sortiert nach Matrix-Punkten.
| Modell | Partikel (mm) | Fläche (mm²) | Anteil an der P-4-Grenze | Partikel je A4-Blatt | Stufe |
|---|---|---|---|---|---|
| Wolverine SD9113 | 4 × 35 | 140 | 88 % | 450 | P-4 |
| VidaTeco Kreuzschnitt 25 Blatt P4 | 4 × 38 | 152 | 95 % | 410 | P-4 |
| VidaTeco Kreuzschnitt 15 Blatt P4 | 4 × 38 | 152 | 95 % | 410 | P-4 |
| Leitz IQ Home Office P4 | 4 × 28 | 112 | 70 % | 560 | P-4 |
| Dahle PaperSAFE PS 240 | 4 × 12 | 48 | 30 % | 1.300 | P-4 |
| Fellowes Powershred FS-12C | 4 × 34 | 136 | 85 % | 460 | P-4 |
| Dahle PaperSAFE PS 140 | 5 × 18 | 90 | 56 % | 690 | P-4 |
| Bonsaii C261-C | 5 × 14 | 70 | 44 % | 890 | P-4 |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens liegen alle acht Geräte innerhalb der P-4-Grenze von 160 mm², nutzen sie aber sehr unterschiedlich aus. Die beiden VidaTeco-Modelle mit 4 × 38 mm kommen auf 152 mm² und damit auf 95 Prozent der erlaubten Fläche. Das Dahle PaperSAFE PS 240* mit 4 × 12 mm erreicht nur 30 Prozent. Zweitens liegt der Faktor zwischen gröbstem und feinstem Schnittbild bei gut 3: 1.300 ÷ 410 ≈ 3,2. Aus einem dreiseitigen Kontoauszug werden beim VidaTeco rund 1.230 Teile, beim Dahle rund 3.900.
Ob das einen Unterschied macht, hängt vom Risiko ab. Die Norm ordnet beide Geräte derselben Stufe zu. Praktisch ist ein Dokument aus 3.900 Schnipseln aber deutlich schwerer wieder zusammenzusetzen als eines aus 1.230. Wer Verträge, Kontoauszüge und Gehaltsabrechnungen vernichtet, fährt mit dem feineren Schnittbild sicherer. Wer vor allem Werbepost mit Adressaufdruck entsorgt, braucht den Mehraufwand nicht. Mehr zur Einordnung steht in unserem Ratgeber Schnittarten im Überblick und im Glossareintrag Partikel pro Blatt.
Der Kreuzschnitt liegt zwischen Streifenschnitt und Mikroschnitt, sowohl bei der Sicherheit als auch beim Aufwand. Die folgende Übersicht fasst zusammen, was unsere Datenbank für die drei Schnittarten zeigt.
| Schnittart | Schnittbild | Typische Stufen in unserer Datenbank | Eignung |
|---|---|---|---|
| Streifenschnitt | Lange Streifen über die ganze Blattlänge | P-1 und P-2 (6 von 7 Geräten; beim siebten fehlt die Angabe) | Werbung, Schmierzettel, Unterlagen ohne Personenbezug |
| Kreuzschnitt / Partikelschnitt | Kleine Rechtecke, längs und quer geschnitten | Überwiegend P-4 (32 von 37 Geräten mit bekannter Stufe) | Kontoauszüge, Verträge, Rechnungen, Personalunterlagen |
| Mikroschnitt | Sehr kleine Teilchen, oft 2 × 12 bis 2 × 15 mm | Meist P-5 (6 von 11 Geräten), vier Geräte nur P-4, eines P-7 | Sehr vertrauliche Unterlagen, Berufsgeheimnisse |
Beim Streifenschnitt bleiben ganze Textzeilen lesbar, solange Sie die Streifen nebeneinanderlegen. Deshalb taugt er nur für Papiere ohne Personenbezug. Beim Mikroschnitt sind die Teilchen so klein, dass sich ein Blatt praktisch nicht mehr rekonstruieren lässt. Bei der Blattleistung zeigt unsere Datenbank keinen Nachteil des feineren Schnitts: Mikroschnitt-Geräte nehmen 5 bis 18 Blatt je Durchgang auf (Median 9,5), Partikelschnitt-Geräte 1 bis 25 Blatt (Median 8), die Spitzenmodelle dieser Seite 15 bis 25. Der Preis ist der Unterschied: Mikroschnitt-Geräte liegen dort ausschließlich in den Klassen mittel und premium. Laut test.de, das einen Vergleich der britischen Verbraucherorganisation Which? vorstellt, gelten Partikelschnitt-Geräte als sicherer als klassische Streifenschneider; am sichersten sei ein Gerät, das noch kleinere Teile schneidet.
Für personenbezogene Daten gilt P-4 als verbreitete Empfehlung, die DSGVO nennt selbst keine Stufe. Geheime Unterlagen oder Daten von Berufsgeheimnisträgern gehören in die Schutzklasse 3, dort sind Geräte ab P-4 vorgesehen, in der Praxis meist ab P-5. Welche Schutzklasse zu Ihren Papieren passt, erklärt der Ratgeber Sicherheitsstufen nach DIN 66399. Wenn Sie lieber geführt entscheiden, hilft der Finder.
Die acht Geräte folgen der Reihenfolge der Matrix-Punkte. Bei Punktgleichstand entscheidet die Redaktion nach Alltagsnutzen. Alle Werte stammen aus den Datenblättern der Anbieter; wir führen keine eigenen Messungen durch. Alle Geräte erfüllen laut Datenblatt P-4.

Wolverine SD9113
8,2/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für Homeoffice mit regelmäßigem Aktenabbau · Weniger geeignet: Sehr hohe Schutzklassen
Der Wolverine SD9113 führt mit 8,2 von 10 Matrix-Punkten. Die Partikel messen 4 × 35 mm (140 mm², rund 450 je A4-Blatt), das Gerät schafft 18 Blatt je Durchgang und läuft laut Datenblatt 60 Minuten am Stück. Mit 54 dB ist es der leiseste dokumentierte Wert der Auswahl. Karten und CDs sind möglich. Wer das gröbere P-4-Schnittbild akzeptiert, erhält hier die stärkste Kombination aus Leistung und Ruhe.
Das Datenblatt finden Sie unter Wolverine SD9113.

VidaTeco Kreuzschnitt 25 Blatt P4
8,0/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für große Stapel ohne Autofeed · Weniger geeignet: Ein enges Budget und wenig Platz
Mit 25 Blatt je Durchgang und 30 Litern Behälter hat dieses Gerät die höchste Kapazität der acht Modelle. Die Partikel (4 × 38 mm, 152 mm²) schöpfen die P-4-Grenze fast aus; rund 410 Teile je A4-Blatt sind das gröbste Schnittbild der Liste. Nach 40 Minuten Laufzeit nennt der Anbieter 60 Minuten Abkühlung. Die Matrix vergibt 8,0 Punkte.

VidaTeco Kreuzschnitt 15 Blatt P4
8,0/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für Haushalt und kleines Homeoffice · Weniger geeignet: Wer sofort nachlegen möchte
Das kleinere Schwestermodell hat dasselbe Schnittbild (4 × 38 mm, rund 410 Partikel), schafft 15 Blatt und fasst 20 Liter. Dafür läuft es laut Datenblatt 60 statt 40 Minuten am Stück, bei 58 dB. Karten, CDs und Klammern sind möglich. Es liegt in der mittleren Preisklasse (50–150 €) und erreicht ebenfalls 8,0 Punkte, deshalb unser Preis-Leistungs-Tipp.

Leitz IQ Home Office P4
7,4/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für gelegentliches Schreddern · Weniger geeignet: Lange Schredder-Sitzungen
Der Leitz IQ Home Office P4 schneidet 4 × 28 mm (112 mm², rund 560 Partikel) und nimmt 10 Blatt auf, der Behälter fasst 23 Liter. Die Laufzeit von 6 Minuten setzt dem Dauereinsatz Grenzen. Pluspunkte sind TÜV/GS, Anti-Papierstau und eine Garantie von 2 Jahren, die sich bei Registrierung auf 3 Jahre verlängert. Matrix: 7,4 Punkte.
Alles Wichtige zu diesem Modell steht im Produktbericht zum Leitz IQ Home Office P4.

Dahle PaperSAFE PS 240
7,4/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für alle, die nicht ölen wollen · Weniger geeignet: Lange Schredder-Sitzungen
Das Dahle PaperSAFE PS 240 vereint das feinste Schnittbild der Auswahl (4 × 12 mm, rund 1.300 Partikel je A4-Blatt) mit ölfreiem Betrieb dank selbstreinigender Schneidwalzen. Es nimmt 10 Blatt auf, fasst 25 Liter und läuft 25 Minuten, danach folgen 50 Minuten Pause. Mit 61 dB ist es nicht leise. Matrix: 7,4 Punkte.

Fellowes Powershred FS-12C
7,0/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für Käufer mit Blick auf Langlebigkeit · Weniger geeignet: Ruhige Büros, Hochsicherheit
Der Fellowes Powershred FS-12C schneidet 4 × 34 mm (136 mm², rund 460 Partikel) und nimmt 12 Blatt auf. Der Behälter fasst 19 Liter, die Laufzeit beträgt 20 Minuten. Auffällig ist die Garantie: 2 Jahre auf das Produkt, 5 Jahre auf die Schneidwerke. Zur Lautstärke macht der Anbieter keine Angabe. Matrix: 7,0 Punkte.

Dahle PaperSAFE PS 140
6,9/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für den Schreibtisch mit wenig Platz · Weniger geeignet: Größere Stapel, leiser Betrieb
Das Dahle PaperSAFE PS 140 schneidet 5 × 18 mm (90 mm², rund 690 Partikel), arbeitet ölfrei und hat eine Lichtschranke für Auto-Start und -Stopp. Der Behälter ist mit 12 Litern der kleinste der Auswahl, die Lautstärke mit 65 dB der höchste dokumentierte Wert. Die Laufzeit beträgt 20 Minuten, die Abkühlung 35 Minuten. Matrix: 6,9 Punkte.

Bonsaii C261-C
6,3/10 Matrix-Punkte
Ideal für: Für wenig Papier im Haushalt · Weniger geeignet: Wer rasch hintereinander arbeiten möchte
Der Bonsaii C261-C schneidet 5 × 14 mm (70 mm², rund 890 Partikel) und gehört zur Preisklasse budget (unter 50 €). Er nimmt 8 Blatt auf, der Behälter fasst 16 Liter. Nach nur 4 Minuten Laufzeit folgen 40 Minuten Pause. Ein Stapel von 40 Blatt sind damit fünf Durchgänge. Für gelegentliche Kontoauszüge reicht das, für ein Archiv nicht. Matrix: 6,3 Punkte.
Die Partikelfläche bestimmt, wie schwer ein Dokument zu rekonstruieren ist. Prüfen Sie im Datenblatt die Maße in Millimetern, nicht nur die Stufe. Faustregel: Alles unter 100 mm² nennen wir feines P-4, alles über 130 mm² grobes. Der Glossareintrag zur Partikelgröße erklärt die Norm dahinter.
Die Blattleistung nennt, wie viele Blatt (80 g/m²) gleichzeitig durchlaufen, die Laufzeit, wie lange das Gerät am Stück arbeiten darf. Beide zusammen bestimmen, wie lange ein Aktenordner dauert. Rechenbeispiel: 200 Blatt sind beim Bonsaii C261-C 25 Durchgänge, beim VidaTeco mit 25 Blatt nur 8. Wer mehr als 100 Blatt auf einmal schreddert, sollte auf Geräte mit mindestens 15 Minuten Laufzeit achten oder gleich einen Aktenvernichter mit automatischem Einzug wählen.
Die Tabelle zeigt, wie viele Durchgänge ein Ordner mit 200 Blatt bei den acht Modellen braucht (200 ÷ Blattleistung, aufgerundet), und wie lange das Gerät dabei arbeiten darf.
| Modell | Blatt je Durchgang | Durchgänge für 200 Blatt | Laufzeit am Stück | Abkühlung |
|---|---|---|---|---|
| Wolverine SD9113 | 18 | 12 | 60 Min. | nicht angegeben |
| VidaTeco Kreuzschnitt 25 Blatt P4 | 25 | 8 | 40 Min. | 60 Min. |
| VidaTeco Kreuzschnitt 15 Blatt P4 | 15 | 14 | 60 Min. | 60 Min. |
| Leitz IQ Home Office P4 | 10 | 20 | 6 Min. | nicht angegeben |
| Dahle PaperSAFE PS 240 | 10 | 20 | 25 Min. | 50 Min. |
| Fellowes Powershred FS-12C | 12 | 17 | 20 Min. | nicht angegeben |
| Dahle PaperSAFE PS 140 | 10 | 20 | 20 Min. | 35 Min. |
| Bonsaii C261-C | 8 | 25 | 4 Min. | 40 Min. |
Der Wolverine SD9113 kommt mit 12 Durchgängen aus, der Bonsaii C261-C mit 25. Der Unterschied wird größer, wenn die Laufzeit knapp ist: Der Bonsaii darf nur 4 Minuten am Stück arbeiten und braucht danach 40 Minuten Abkühlung, das Leitz-Gerät nennt 6 Minuten Laufzeit ohne Angabe zur Pause. Wer regelmäßig einen ganzen Ordner schreddert, sollte deshalb Blattleistung und Laufzeit gemeinsam betrachten und nicht nur eine Zahl.
Je feiner der Schnitt, desto kompakter lagert sich das Material im Behälter. Trotzdem gilt: Ein Behälter unter 15 Litern ist nach wenigen Dutzend Blatt voll. Die acht Geräte fassen zwischen 12 und 30 Litern. Ein Sichtfenster oder eine Füllstandsanzeige verhindert Staus durch überfüllte Behälter.
Kreuzschnitt-Walzen haben viele feine Schneidkanten und laufen leichter, wenn sie geschmiert werden. Leitz empfiehlt für den IQ Home Office P4 regelmäßig Ölpapier; die Leitz-Ölblätter sollen laut Anbieter nach jeder dritten Behälterleerung laufen. Eine Packung mit 12 Blatt reicht dann für 36 Leerungen, bei wöchentlicher Leerung gut acht Monate. Ölfreie Geräte wie die beiden Dahle-Modelle ersparen das. Ausführlich erklärt das Aktenvernichter ölen. Öl und Ölblätter liegen in der Preisklasse budget (unter 50 €).
Dokumentiert sind in dieser Auswahl 54 bis 65 dB. Der Unterschied von 11 dB ist deutlich hörbar. Wer im selben Raum telefoniert, sollte unter 60 dB bleiben. Der Eintrag Schallleistungspegel erklärt, wie die Werte zustande kommen.
Sieben der acht Geräte nennen Karten als verarbeitbar, nur beim Leitz IQ Home Office P4 steht dazu nichts in den Daten. CDs nennen die beiden VidaTeco-Modelle, Wolverine und Dahle PS 240. Wer Kreditkarten entsorgen will, findet Hinweise im Vergleich Aktenvernichter für CD und Kreditkarte.
Mit wenigen Handgriffen vermeiden Sie die häufigsten Störungen. Die Reihenfolge hat sich bewährt:
Ein Gerät mit „Kreuzschnitt“ im Namen ist nicht automatisch ein P-4-Gerät. Das Modell Amazon Basics Kreuzschnitt 8 Blatt nennt in den Produktdaten weder eine DIN-Stufe noch Partikelmaße; wir können deshalb weder eine Stufe zusichern noch Partikel pro Blatt berechnen. Für Kontoauszüge ist das ein Risiko. Der zweite typische Fehler ist die Unterschätzung der Laufzeit: Wer einen Ordner mit 200 Blatt schreddern möchte und ein Gerät mit 4 Minuten Laufzeit kauft, plant Pausen von 40 Minuten ein. Drittens: Ein Behälter von 12 Litern wie beim Dahle PaperSAFE PS 140 ist schnell voll. Viertens: Wer im selben Raum arbeitet, sollte die Lautstärke prüfen, denn zwischen 54 und 65 dB liegt ein deutlich hörbarer Unterschied. Fünftens: Wer ein geöltes Modell kauft, muss Öl oder Ölblätter einplanen, sonst steigt das Risiko für Staus.
Wir bewerten jedes Gerät in einer Matrix aus sieben Kriterien von 0 bis 10: Sicherheit, Kapazität, Laufzeit, Behälter, Lautstärke, Bedienung und Folgekosten. Der Gesamtwert fasst die sieben Teilnoten gewichtet zusammen. Grundlage sind ausschließlich die Angaben der Hersteller und Händler, eigene Messungen führen wir nicht durch. Fehlt ein Wert, nennen wir ihn nicht und bewerten ihn zurückhaltend. Die Verdict-Auswahl dieser Seite folgt den Punkten innerhalb der Kreuzschnitt-Geräte: Den höchsten Wert hat der Wolverine SD9113, bei den mittleren Preisklassen führt das VidaTeco 15 Blatt, bei den günstigen der Bonsaii C261-C. Die ganze Methodik steht unter So vergleichen wir.
Wer mehr Sicherheit braucht, wählt P-5, wer nur Werbepost vernichtet, kommt mit Streifenschnitt aus. Ein Aufsatzgerät für den Papierkorb stellt die Seite Aufsatz-Aktenvernichter vor. Für sehr vertrauliche Unterlagen lohnt der Blick auf P-5, etwa auf das Leitz IQ Office P5*. Weitere Vergleiche:
Acht Geräte mit dem verbreiteten Standard für Kontoauszüge, Rechnungen und Gehaltsabrechnungen – verglichen nach Partikelmaß, Leistung und Folgekosten.
Neun Geräte für Gesundheits-, Mandanten- und Geschäftsdaten – und die ehrliche Antwort, wann P-5 für Ihre Unterlagen zu viel des Guten ist.
Finden Sie heraus, ab welcher Menge ein automatischer Einzug lohnt, und wählen Sie das Modell mit dem passenden Fach.
Verstehen Sie die vier Schnittarten und wählen Sie die, die zu Ihren Unterlagen passt.
Kreuzschnitt und Partikelschnitt sind dasselbe, und P-4 genügt für die meisten privaten Unterlagen. Beim Wolverine SD9113 stimmen Leistung und Lautstärke, das VidaTeco 15 Blatt bietet Preis-Leistung und der Bonsaii C261-C den günstigen Einstieg. Schauen Sie immer auf die Maße in Millimetern, nicht auf das Etikett.
Ja. Beide Begriffe beschreiben ein Schnittbild aus kleinen Rechtecken, die durch Längs- und Querschnitt entstehen. Die Norm spricht von Partikeln, im Handel ist Kreuzschnitt gebräuchlich. Maßgeblich sind Stufe und Partikelmaße im Datenblatt. Mehr dazu im Glossar.
Meist P-4. Von den 37 Partikelschnitt-Geräten mit bekannter Stufe in unserer Datenbank erfüllen 32 P-4, drei P-5, eines P-3 und eines P-7. Kreuzschnitt garantiert also keine bestimmte Stufe; prüfen Sie die Angabe im Datenblatt.
Teilen Sie 62.370 mm² (die Fläche eines A4-Blatts) durch die Partikelfläche. Bei 4 × 38 mm sind es rund 410, bei 4 × 28 mm rund 560, bei 4 × 12 mm rund 1.300 Partikel. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt die Werte für acht Modelle.
Für personenbezogene Daten gilt P-4 als verbreitete Empfehlung; die DSGVO nennt selbst keine Stufe. Ein Kreuzschnitt-Gerät der Stufe P-4 ist für Kontoauszüge, Verträge und Rechnungen deshalb üblich. Für Unterlagen der Schutzklasse 3 sollten Sie zu P-5 oder höher greifen. Hintergründe im Ratgeber zu den Sicherheitsstufen.
Die meisten Hersteller empfehlen regelmäßiges Ölen, weil die feinen Schneidkanten sonst schwergängig werden. Leitz nennt Ölblätter nach jeder dritten Behälterleerung. Die Dahle-Modelle PaperSAFE PS 140 und PS 240 arbeiten ölfrei. Anleitung: Aktenvernichter ölen.
Mikroschnitt schneidet feiner und erreicht meist P-5, kostet aber mehr und verarbeitet in unserer Datenbank im Median 9,5 Blatt je Durchgang. Kreuzschnitt der Stufe P-4 genügt für die meisten privaten Unterlagen. Mikroschnitt lohnt bei sehr vertraulichen Daten, siehe P-4 oder P-5.
Sieben der acht Geräte auf dieser Seite nennen Karten als verarbeitbar; beim Leitz IQ Home Office P4 steht dazu nichts in den Daten. Metallkarten sind meist ausgeschlossen. Prüfen Sie die Herstellerangabe vor dem Einziehen.
* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, der Preis ändert sich für Sie nicht. Werbehinweis