Finder

Welcher Aktenvernichter passt zu mir?

4 Fragen, 30 Sekunden: Sicherheitsstufe und passende Geräte finden

Redaktion Aktenvernichter-Vergleich·Aktualisiert am ·So vergleichen wir

1/4Wo setzen Sie den Aktenvernichter ein?
2/4Wie viel Papier vernichten Sie pro Woche?
3/4Welche Unterlagen vernichten Sie hauptsächlich?
4/4Was ist Ihnen zusätzlich wichtig? (optional)

Kurz beantwortet

Der Finder leitet aus Einsatz, Menge, Datenart und Extras die Sicherheitsstufe nach DIN 66399 ab: Werbung P-2/P-3, persönliche Unterlagen P-4, Gesundheits-, Mandanten- und Personaldaten P-5, Verschlusssachen P-6/P-7. Die Menge bestimmt die Mindestkapazität, von 6 bis 8 Blatt bis zu Autofeed.

So funktioniert der Finder

Der Finder übersetzt vier Angaben in eine Empfehlung: die passende Sicherheitsstufe nach DIN 66399, eine Mindestkapazität und Geräte aus unserem Datenbestand, die beides erfüllen. Er ersetzt keine Rechtsberatung, spart aber die Suche in Datenblättern. Die Logik dahinter legen wir offen, damit Sie das Ergebnis nachvollziehen und gegebenenfalls anpassen können.

Die vier Fragen

  1. Einsatz: zu Hause, Home-Office, Praxis oder Büro. Der Einsatz bestimmt Lautstärke, Behältergröße und Bauform.
  2. Menge: wie viele Blatt pro Woche anfallen. Daraus folgt die Mindestkapazität.
  3. Datenart: was auf den Papieren steht. Das legt die Sicherheitsstufe fest.
  4. Extras: Karten, CDs, besonders leiser Betrieb oder automatischer Einzug.

Von der Datenart zur Sicherheitsstufe

Die Datenart bestimmt die Stufe, weil sie den Schutzbedarf beschreibt. Der Finder nutzt die folgende Zuordnung, die sich an den Schutzklassen der DIN 66399 orientiert.

DatenartEmpfohlene StufeTypische Beispiele
Werbung, AllgemeinesP-2 oder P-3Prospekte, Zeitschriften, interne Notizen ohne Personenbezug
Persönliche UnterlagenP-4Kontoauszüge, Rechnungen, Verträge, Briefe mit Namen und Adresse
Gesundheits-, Mandanten-, PersonaldatenP-5Arztbriefe, Mandantenakten, Bewerbungen, Gehaltsabrechnungen
Verschlusssachen, GeheimdatenP-6 oder P-7Geschäftsgeheimnisse, staatliche Verschlusssachen

Für personenbezogene Daten gilt P-4 als verbreitete Empfehlung; die DSGVO nennt selbst keine Stufe. Wenn Sie zwischen P-4 und P-5 schwanken, hilft der Vergleich P-4 oder P-5. Die Stufen im Detail erklärt die Übersicht Sicherheitsstufen.

Von der Menge zur Mindestkapazität

Die Menge bestimmt, wie viele Blatt das Gerät pro Durchgang schaffen sollte, damit Sie nicht ständig nachlegen. Die Regeln des Finders:

Menge pro WocheMindestkapazität
bis 50 Blatt6 bis 8 Blatt
bis 200 Blatt10 bis 12 Blatt
bis 500 Blattmindestens 15 Blatt oder Autofeed
mehr als 500 BlattAutofeed oder Dienstleister

Die Zahlen sind Orientierung, keine Norm. Ein Haushalt, der zweimal im Jahr einen Ordner vernichtet, kommt auch mit 6 Blatt aus, braucht dann aber Geduld. Wer regelmäßig 100 Blatt in einem Zug schreddern will, sollte außerdem die Laufzeit prüfen. Im Datenbestand reicht sie von 2 Minuten bei Einsteigergeräten bis 120 Minuten beim Leitz IQ Office P5. Ab einer Menge von mehr als 500 Blatt pro Woche rechnet sich oft ein Dienstleister, wie im Beitrag Aktenvernichtung per Dienstleister beschrieben.

Wie die Extras wirken

  • Karten: Der Finder bevorzugt Geräte mit Kartenschlitz. Für Kreditkarten siehe CD und Kreditkarte.
  • CD/DVD: Er filtert auf Geräte mit CD-Schlitz. Die Stufe für optische Datenträger gehört zur Materialklasse O, nicht zu P.
  • Leise: Er sortiert nach der Herstellerangabe in dB, siehe Leiser Aktenvernichter.
  • Autofeed: Er zeigt nur Geräte mit automatischem Einzug, siehe Autofeed-Liste.

Wie das Ergebnis entsteht

Aus den vier Antworten bildet der Finder einen Filter über unseren Datenbestand von 58 Geräten: mindestens die empfohlene Stufe, mindestens die Kapazität, dazu die gewählten Extras. Die Treffer werden nach der Gesamtpunktzahl der Bewertungsmatrix sortiert. Preise und Verfügbarkeit werden live mit Zeitstempel angezeigt und spielen für die Reihenfolge keine Rolle.

Grenzen des Finders

Der Finder gibt eine Orientierung, keine verbindliche Auskunft. Er kennt Ihre konkrete Rechtslage nicht: Berufsgeheimnisträger wie Ärzte oder Anwälte, Behörden und Unternehmen mit Zertifizierungen haben eigene Vorgaben. Prüfen Sie diese im Zweifel mit Ihrer Datenschutzbeauftragten oder Ihrem Datenschutzbeauftragten. Weitere Grenzen:

  • Die Stufe gilt nur für Papier. Festplatten, USB-Sticks und Karten mit Chip brauchen eigene Verfahren, siehe Materialklasse.
  • Gemischte Datenarten gehen immer auf die höchste Stufe. Wer einmal Gesundheitsdaten schreddert, wählt P-5 für alles.
  • Herstellerangaben zu Kapazität und Laufzeit gelten für 80-Gramm-Papier ohne Klammern und unter Idealbedingungen.
  • Ob ein Gerät zu Ihrem Platz und Ihrem Geräuschempfinden passt, kann kein Filter beantworten.

Wenn der Finder kein Gerät findet, lockern Sie zuerst die Extras, dann die Kapazität, aber niemals die Stufe. Ein Gerät mit etwas weniger Blatt pro Durchgang ist verschmerzbar, eine zu grobe Stufe nicht. Weitere Orientierung geben die Bestenlisten und die Kaufberatung.

Häufige Fragen

Wie genau ist die Empfehlung des Finders?

Der Finder folgt der Zuordnung von Schutzklassen zu Stufen aus der DIN 66399 und filtert unseren Datenbestand. Er ist eine Orientierung, keine Rechtsauskunft. Für Berufsgeheimnisse oder Behörden gelten eigene Vorgaben.

Was mache ich, wenn ich mehrere Datenarten habe?

Wählen Sie die höchste Stufe, die für eine der Datenarten nötig ist. Wer gelegentlich Gesundheitsdaten schreddert und sonst Haushaltspost, braucht also P-5 für das ganze Gerät.

Warum zeigt der Finder keine Preise als Filter?

Preise ändern sich stündlich und gehören nicht zur Eignung eines Geräts. Sie werden live mit Zeitstempel angezeigt. Für Preisklassen nutzen Sie die Liste Günstiger Aktenvernichter.

Quellen

  1. DIN 66399 – Vernichtung von Datenträgern: Sicherheitsstufen und Schutzklassen (Infocenter Aktenvernichtung)
  2. Verordnung (EU) 679/2016 (DSGVO), Volltext bei EUR-Lex
  3. BSI: IT-Grundschutz