Glossar

Schnittbreite

Die erste Zahl in der Angabe „4 × 28 mm“ ist die Schnittbreite.

Redaktion Aktenvernichter-Vergleich·Aktualisiert am ·So vergleichen wir

Definition

Die Schnittbreite ist die Breite der Streifen oder Partikel, die ein Aktenvernichter erzeugt, in Millimetern. Bei der Angabe 4 × 28 mm meint sie die 4. Je schmaler, desto höher die Sicherheitsstufe: P-4 erlaubt bis 6 mm, P-5 bis 2 mm und P-6 sowie P-7 bis 1 mm.

Inhalt
  1. Was bedeutet Schnittbreite?
  2. Schnittbreite in der Modelltabelle
  3. Rechenbeispiel: Streifen pro Blatt
  4. Praxis: Nicht nur auf die Breite schauen

Was bedeutet Schnittbreite?

Die Schnittbreite beschreibt den Abstand zwischen zwei benachbarten Schneidscheiben, also die Breite des Streifens, in den das Papier zerlegt wird. Bei einem Partikelschnitt kommt eine zweite Größe hinzu, die Länge. Die Schreibweise lautet dann Breite × Länge, etwa 4 × 28 mm.

Sie ist nicht identisch mit der Arbeitsbreite, die den Einzug meint, und auch nicht mit der gesamten Partikelgröße, die die Fläche aus beiden Maßen betrachtet. Die DIN 66399 verlangt für die oberen Stufen beides: eine Höchstbreite und eine Höchstfläche.

Schnittbreite in der Modelltabelle

ModellSchnittbreiteStufe
Dahle PaperSAFE PS 1405 mmP-4
Leitz IQ Home Office P44 mmP-4
Leitz IQ Office P52 mmP-5
HSM Securio B241 mmP-7
IDEAL 24450,8 mmP-7

Rechenbeispiel: Streifen pro Blatt

Führen Sie ein A4-Blatt mit der kurzen Kante (210 mm) ein, teilt sich diese Breite durch die Schnittbreite. Bei 5 mm entstehen etwa 42 Streifen, bei 4 mm rund 52, bei 2 mm genau 105 und bei 1 mm schon 210. Bei 0,8 mm sind es etwa 262. Zwischen 4 mm und 1 mm vervierfacht sich die Streifenzahl, und mit ihr der Arbeitsaufwand für das Schneidwerk. Das erklärt, warum feinere Geräte weniger Blätter pro Durchgang nehmen.

Praxis: Nicht nur auf die Breite schauen

  • Wenn Sie ein Streifenschnittgerät erwägen, bestimmt die Breite allein die Stufe: Bis 12 mm gilt P-1, bis 6 mm P-2, bis 2 mm P-3. Mehr zur Form lesen Sie unter Streifenschnitt.
  • Wenn Sie ein Partikelgerät erwägen, zählt zusätzlich die Länge: Für P-4 gelten höchstens 6 mm Breite und 160 mm² Fläche. 5 × 18 mm (90 mm²) bleibt also deutlich darunter.
  • Wenn Sie nach Mikroschnitt suchen, finden Sie die Begriffserklärung im Eintrag Mikroschnitt.

Welche Breite passt zu welchen Unterlagen?

  • Werbung, Zeitungen, Schmierpapier: 6 bis 12 mm im Streifenschnitt genügen.
  • Rechnungen, Briefe mit Adressen: Partikelschnitt mit höchstens 6 mm Breite, in der Praxis meist 4 oder 5 mm.
  • Gesundheits- oder Mandatsunterlagen: 2 mm und schmaler, also P-5 und höher.

Beachten Sie auch den Zusammenhang mit der Haltbarkeit der Messer: Je schmaler die Streifen, desto dünner sind die Schneidscheiben und desto genauer muss das Schneidwerk gefertigt sein. Das spiegelt sich in Bauart und Preisklasse feiner Geräte wider.

Ein Fehlkauf entsteht, wenn jemand bei „4 mm“ an P-5 glaubt. Die Stufe richtet sich nach dem Zusammenspiel von Breite und Fläche, und 4 mm Breite genügen höchstens für P-4. Eine Übersicht aller Schnittarten bietet der Ratgeber Schnittarten bei Aktenvernichtern.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Schnittbreite und Partikelgröße?

Die Schnittbreite ist ein einzelnes Maß, die Partikelgröße beschreibt die Fläche aus Breite und Länge.

Welche Schnittbreite brauche ich für personenbezogene Daten?

Als verbreitete Empfehlung gilt P-4 mit höchstens 6 mm Breite und 160 mm² Fläche.

Warum sind Geräte mit schmaler Schnittbreite oft langsamer?

Weil mehr Schneidscheiben bewegt werden müssen und das Papier in mehr Teile zerlegt wird.

Quellen

  1. Aktenvernichter (Wikipedia): Sicherheitsstufen P-1 bis P-7 nach DIN 66399
  2. Papierformat (Wikipedia): Breite DIN A4
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